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Erholung im Stadtteil

Frühling im Bürgerpark; © panzlau design

Hoher Freizeitwert

Der Stadtteil Findorff zeichnet sich durch einen außerordentlich hohen Freizeitwert aus. Am Torfhafen, in den Kleingartenvereinen oder im beachbarten Bürgerpark treffen sich Alt und Jung, genießen ihre Freizeit unter schattigen Bäumen und an lauschigen Plätzen, oder sind sportlich aktiv.

Der historische Wanderweg

Tafel Historischer Wanderweg @ panzlau design

25 Stationen erklären, wo die Findorffer heute stehen

Findorff hat eine eigene stationäre Stadtteilführung - und das ist etwas, womit sich noch kein anderer Stadtteil brüsten kann. Der Wanderweg mache deutlich, "wie viele historische Stätten wir in Findorff haben", fand Birgit Busch, Vorsitzende des Bürgervereins.

Die 25 Stationen des Wanderwegs spannen ein historisches Netz zwischen dem ehemaligen Lloyd-Bahnhof an der Theodor-Heuss-Allee und dem Alten Pumpwerk Bayernstraße, von der Vogelweide bis zum Torfhafen, über die Kirchen, Schulgebäude und industriegeschichtlichen Kulturdenkmäler des Stadtteils.

An jeder der Stationen ist eine kleine Tafel angebracht, die die wichtigsten Hintergrundinformationen liefert.
Historische Abbildungen erlauben einen Blick in längst vergangene Zeiten, bei dem die Gegenwart nicht unbedingt immer gut abschneidet. Etwa im Falle des hübschen Bahnhofsgebäudes, das die Findorffer früher an der Hemmstraße bewundern durften - zu sehen auf dem Foto an der ersten Station des Wanderweges vor der Jan-Reiners-Lok. Viele Orte sind wohl den allermeisten Findorffern ein Begriff, dazu gehören die Misslerhallen oder die Stuhlrohrfabrik. Andere, wie das Rodiekhaus oder das ehemalige Hotel "Stuttgarter Straße" könnten vielleicht als Neuentdeckungen betrachtet werden.

Die Plantage, die irgendwann tatsächlich einmal eine Freizeiteinrichtung im exotischen Stil war, gilt als Keimzelle des Stadtteils, der sich um den Torfhafen herum entwickelte. Dass gerade dieses stadtteilgeschichtlich interessante Gebiet so wenig hermacht, das fand eine Gruppe von Anwohnern schon lange bedauerlich. Sie gründeten eine Initiative und erstellten vor etwa drei Jahren einen Maßnahmenkatalog. Dazu gehörte auch, dass die historische Bedeutung der Plantage auf einem Hinweisschild erklärt werden sollte. "Unsere Idee wurde aufgegriffen, und damit haben auch wir einen kleinen Anstoß zu diesem Wanderweg gegeben", freute sich Jutta Schäfer-Böhle, die auch in der Findorffer Geschichtswerkstatt an der Erarbeitung des Wanderwegs mitwirkte, ebenso wie Experten des Focke-Museums. Unterstützt wurden die Findorffer auch von der Espa-Bau; der Stadtteilbeirat half bei der Finanzierung. Über die ganz praktischen Probleme bei der Umsetzung können Karsten Thönebön von Thenen und Uwe Wittke vom Bürgerverein Findorff Geschichten erzählen - sie installierten die Tafeln an den Stationen.

Allzu lang ist die Geschichte Findorffs nicht; sie füllt bislang immerhin zwei Bildbände. Auch für die beiden lokalhistorischen Werke, die sich mit der Entwicklung Findorffs vor und nach dem Zweiten Weltkrieg befassen, ist Hans-Peter Mester verantwortlich. Er hatte sich dafür in den Archiven und Sammlungen der Stadt seine Informationen gesucht. Anders als in anderen Stadtteilen, wie zum Beispiel Walle oder Gröpelingen, habe es zu dieser Zeit noch keine Geschichtswerkstatt gegeben, auf deren Arbeit er hätte zurückgreifen können. "Ich war aber immer überzeugt, dass man einen Stadtteil nur verstehen kann, wenn man seine Geschichte kennt", sagt der ehem.Ortsamtsleiter Peter Mester. Er wünsche sich daher, dass nicht nur alteingesessene Findorffer und ihre Gäste, sondern auch die Jugend des Stadtteils, zum Beispiel Schulklassen, aus diesem Angebot ihren Gewinn ziehen können.

Von Anke Velten  ("Stadtteil-Kurier" vom 16.09.2010)

Der Bürgerpark - der direkte Nachbar

Bürgerpark im Frühling; © panzlau design
Bremer Bürgerpark; © panzlau design
Liebeslaube im Bürgerpark; © panzlau design


Die grüne Lunge Bremens

Gleich hinter dem Messezentrum und auf der anderen Seite des Torfkanals beginnt die grüne Lunge Bremens. Der Bremer Bürgerpark, ist eine der wenigen gut erhaltenen gartenkünstlerischen Schöpfungen des 19. Jahrhunderts und zählt den bedeutendsten Landschaftsparks in Deutschland. Der Bürgerpark bietet ür Jung und Alt einen ganz besonderen Freizeitwert.

Im Sommer locken Minigolf und Ruderboote, ganzjährig laden die Wege zum Joggen ein. Pferdeliebhaber können auf gesonderten Wegen durch den Park reiten. Spielplätze lassen Kinderaugen leuchten. Und auch das Tiergehege zieht viele Besucher an, besonders wenn Nachwuchs zu bestaunen ist.

Gastronomische Angebote versorgen Leib und Seele und auch Kulturprogramm wird an vielen Stellen geboten.

> Der Bürgerpark Bremen

Fotos: © B. Fischer-Panzlau

Torfhafen und Torfkanal

Torfhafen Findorff Bremen
Torfhafen Findorff Bremen
Torfhafen Findorff Bremen

 

Ende des 19. Jahrhundert legten hier rund 30.000 Torfkähne an.

Es ist lange her, als der Findorffer Torfhafen im Jahre 1873 entlang der Neukirchstraße angelegt wurde. An seinem alten Standort hinter dem heutigen Hauptbahnhof war er der damals noch jungen Entwicklung des Eisenbahnwesens im Wege. Seine Ausmaße waren beachtlich: er reichte ursprünglich bis an die Hemmstraße heran. Ende des 19. Jahrhunderts legten hier jährlich 30.000 Torfkähne an – damals das Haupttransportmittel zwischen den Dorfgemeinden des Teufelsmoors und der Hansestadt. Ihre Fracht: mühsam abgebauter Torf, der den Hansestädtern als bevorzugtes Brennmaterial diente. Die Jahre gingen ins Land, die Verkehrsmittel wurden moderner.

Jan Reiners ersetzte die kleinen Kähne der Moorbauern

Der Moorexpress Jan Reiners, ab 1900 bis 1954 auf einer Streckenführung zwischen Bürgerweide und Tarmstedt unterwegs, ersetzte mit seinem Personen- und Gütertransport nach und nach die kleinen Kähne der Moorbauern. Schon 1913 wurde der Torfhafen bis zur Höhe Magdeburger Straße zugeschüttet, und nach dem Zweiten Weltkrieg auf seine heutige Dimension reduziert. Diese Restfläche des ehemals imposanten Torfhafens – zudem durch eine Spundwand vom Torfkanal getrennt – verfiel in eine Art Dornröschen-Schlaf. Spötter sprachen von einem "Enten-Wendebecken".

Neues Leben im Torfhafen

Seit einigen Jahren haben sich Beirat Findorff und Ortsamt West dafür eingesetzt, an dieser Nahtstelle zwischen Wochenmarkt, Bürgerpark und Bürgerweide neues Leben entstehen zu lassen. Senat und Bürgerschaft unterstützten diese Forderung. Finanziert mit stadtbremischen Haushaltsmitteln und europäischen Fördergeldern bekam der Torfkanal und sein direktes Umfeld ein neues Gesicht. Die Sanierung der maroden Kaimauern und die Neugestaltung der angrenzenden Grünflächen standen ebenso auf dem Programm wie Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität. Als besonders wichtig erwies sich die Entfernung der Spundwand zwischen Hafen und Kanal: erst durch diesen Eingriff ist der Torfhafen wieder zum Ziel von Torfkähnen geworden, die heute unter dem Stichwort "Sanfter Tourismus" auf dem Flüsse-System zwischen Bremen und niedersächsischem Umland
verkehren.

Die Torfkahn-Armada auch in diesem Jahr

Sicher erinnern wir uns alle an das prächtige Bild, das sich einigen tausend nicht nur aus Findorff kommenden Schaulustigen bot, als vor zwei Jahren erstmals die "Torfkahn-Armada" mit zahlreichen Kähnen aus den Umlandgemeinden unseren Hafen an der Neukirchstraße ansteuerte.
Dieses Schauspiel hat sich nun auch in 2008 wiederholt. Umrahmt wurde es von einem Torfhafenfest, mit dem der Startschuss zur Torfkahn-Saison 2008 gegeben wurde.

Weitere Infos über Veranstaltungen, Termine, News, Fahrten und über die Boote von > Torfkähne Bremen

© Fotos: August Kötter

Das Fleet

Weidedamm III - Heute bevorzugter Wohnort im Bremer Westen. Kinder aller Altersgruppen spielen ohne Angst vor Autofahrer, Hunde genießen ungehinderten Auslauf. Radfahrerund Spaziergänger erfreuen sich an dem Naturidyll – hier kann die Großstadt durchatmen.

Trotzdem gibt es auch hier einiges zu beachten:

  • Baden, Schwimmen und Tauchen ist im Fleet verboten, ebenso das Befahren mit motorisierten Modellbooten
  • Das Befahren mit Schlauch- und Ruderbooten ohne Motorantrieb ist zugelassen.
  • Hunde sind in der Grünanlage grundsätzlich an der Leine zu halten.
  • Das Angeln ist verboten - auch mit Angelschein, und auch für Kinder. Dies Verbot gilt in Bremen übrigens generell : die Wasserflächen, die zum „Beangeln“ freigegeben sind, sind an Vereine verpachtet, die wiederum entsprechende Angelberechtigungen vergeben. Das Polizeirevier ahndet das Zuwiderhande ln mit entsprechender Anzeige.
  • Das Füttern der Enten sollte unterbleiben, um die Belastung für das Gewässer gering zu halten und vermehrtes Auftreten von Ratten und Mäusen zu vermeiden.
  • Motorräder und Mofas haben am Fleet nichts zu suchen.
Fleet - Weidedamm III

Übersicht der Gartenfreunde:

Kleingärtnerverein Hufe e.V.

Hemmstraße 400 · 28219 Bremen
Telefon 0421 - 35 83 06
________________

Kleingärtnerverein Nürnberg e.V.

Salzburger Straße 2 · 28215 Bremen
Telefon 0421 - 379 83 21 ·  Internet
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Kleingarten- und Kleinsiedlerverein Blockland e.V.

Meyersweg 29 · 28219 Bremen
Telefon 0421 - 39 21 07 · Internet
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Kleingärtnergemeinschaft Eiche e.V.

Vertreten durch: Siegfried Bierschwale
Am Neuwerk 6 · 28219 Bremen
Telefon 0152 - 298 409 50 · Internet
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Kleingärtnerverein Tulpe e.V.

Hemmstraße 402 · 28219 Bremen
Telefon 0421 - 378 31 25
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Kleingärtnerverein Flora e.V.

Ricarda-Huch-Str. 9 · 28215 Bremen ‎
Telefon 0176 - 29 63 16 59
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